Ortschronik

Rhodt

 

Erstmals erwähnt

wurde Rhodt (Crothincheim– gerodetes Hain) 772 im „Codex Laureshamensis“ des Kloster Lorsch bei Bensheim. Das Schicksal des Dorfes und seiner Bewohner ist für lange Zeit in der Geschichte nicht nachvollziehbar. Erst mit der Erbauung der Rietburg (Rippburg) von 1200 – 1204 tritt Rhodt wieder in Erscheinung. In den Eußerthaler Urkunden kommen die Edlen von Rode verschiedentlich vor.

Vom 14. Jhd. bis 1603

gehörte Rhodt zu Württemberg. Da Württemberg vier Dörfer gleichen Namens besaß, gab es seinem pfälzischen Rhodt den Beinamen „unter Rietburg“ (Rod u. Rippburg). In dieser Zeit wurde der Weinbau schon stark gepflegt.

Wegen des geeigneten Bodens wurde in größerem Maße die Traminerrebe angebaut. Im Staatsarchiv Speyer befindet sich ein Schreiben aus dem Jahre 1591, das den Ruhm des damaligen Rhodter Weins erkennen lässt.

Im Jahr 1603

erwarb der benachbarte Markgraf Ernst Friedrich von Baden durch Tausch die Gemeinde Rhodt. Wie unter Württemberg erlebte Rhodt auch unter Baden-Durlach bis zum Jahr 1801 eine relativ schöne Zeit. Der Traminerwein fand dank des wirtschaftlichen Güterautausches mit Baden reichlichen Absatz. Die florierende Wirtschaft erlaubte die Erbauung stattlicher Winzerhäuser. Auch Speyerer und Landauer Bürger errichteten große Herrschaftshäuser, um außerhalb der befestigten Städte ihre Freizeit in einer schönen Landschaft zu verbringen.

In den wirren Kriegszeiten des 17. und 18. Jahrhunderts

blieb Rhodt weitgehend von Zerstörung verschont.
1798 nahmen die Franzosen förmlich Besitz von Rhodt. Im Luneviller Frieden von 1801 wurde es bis zum ersten Pariser Frieden im Jahre 1814 französisch. Nach dieser Zeit kam es unter deutsch-österreichische Verwaltung. Am 1. Mai 1816 wurde es mit der gesamten Pfalz dem Königreich Bayern einverleibt. Nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland ist es ein Teil –einer der schönsten – des Landes Rheinland-Pfalz geworden.

Im Jahre 1972

feierte der Ort sein 1200-jähriges Jubiläum. Die großen Anstrengungen der Rhodter Bürger, ihre denkmalgeschützten Häuser zu erhalten und das Dorfbild zu verschönern, finden in zahlreichen Auszeichnungen ihre Anerkennung.

Ehrungen

Seit 1972 gab es verschiedene Auszeichnungen auf Landes- und Bundesebene, wie zuletzt 2003: Goldmedaille im Landeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden – unser Dorf hat Zukunft“.

2009: Sieger im Kreiswettbewerb, Sieger im Gebietswettbewerb, Gold im Landeswettbewerb und

2010 Silber im Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“