Rhodt entdecken

„Man sieht nur, was man weiß“ – sinngemäß sagte dies schon Goethe. Und damit Sie die kleinen aber feinen Besonderheiten auf einer Erkundungstour durch Rhodt auch sehen können, finden Sie nachfolgend  ein paar Hintergrundinformationen zu besonderen Häusern und Plätzen in Rhodt.

Ölmühle


Erbaut: im 16. Jahrhundert,
Namensgeber der Mühlgasse,
Straßenname wird bereits 1598 erwähnt und besitzt heute noch seine Gültigkeit
Ölmühle
Rathaus

Nebeniushaus


Baujahr: 1589
Ehemaliges Badisches Amtshaus mit "Alter Canzley". Der Badische Minister C. Fried. Nebenius ist hier am 29.09.1784 geboren. Namensgeber war Ernst Christoph Nebenius, Baden-Durlachischer Amtsmann in Rhodt.

Württembergisches Amtshaus von 1576-1603


Baujahr: 1576
Im Jahr 1603 kam Rhodt als Exklave an die Markgrafen von Baden-Durlach. Das Amtshaus verlor seine Funktion und gelangte in privaten Besitz.

Ehemaliges Wohnhaus Dr. Theodor Pauli


Baujahr:1820
Klassizistischer Dreiseithof, erbaut von Georg Gottlieb Pauli, Apotheker der Landauer Adler Apotheke.
Sein Sohn Dr. Theodor Pauli erbte das Haus 1855 und hinterließ 1903 nach seinem Tod sein Vermögen der Gemeinde. Die Pauli-Stiftung fördert noch heute soziale Projekte.

Rathaus


Baujahr: 1606
Aufstockung: 1777
Ab 1800 wurde der heutige Ratssaal als Schulsaal genutzt. Bis 1895 war das Untergeschoss eine offene Halle. Dient heute noch als Rathaus. Das zwischen Rathaus und Kirche stehende Gefängnis, "Betzenkammer" genannt, wurde 1574 erbaut.
Rathaus
Eichplatz

"Weed"


Auf dem Eichplatz befand sich bis etwa 1900 ein Wasserreservoir, "Weed" genannt. Mit dem Bau der Wasserleitung wurde sie abgebaut.

Ehemaliges, herrschaftliches Winzeranwesen


Baujahr: 1715
Erbaut von Phillipp Jakob Pauli. Ende des 19. Jahrhunderts erwarb der Weinhändler Jakob Meyer (genannt "Modenbacher") das Areal. Er war auch Besitzer des Modenbacher Hofes.

Theresienkleinkinderschule


Baujahr: 1853
Initiator war der damalige Pfarrer Petersen. Namensgeber: Königin Therese, Gemahlin König Ludwig I.
Seit 1951 kommunale Trägerschaft. Im Laufe der Jahre wurde der Kindergarten kontinuierlich zu einer Kindertagesstätte erweitert.

Wohnhaus Candidus


Baujahr: 1814 bis 1819
Das herrschaftliche Haus wurde von Jakob Samuel Schröder erbaut und mehrmals verkauft bis August Candidus den Besitz erwarb.
Er war 1887-1944 Lehrer in Rhodt, übte das Amt des Bürgermeisters aus und war Begründer des Pfälzer-Wald-Vereins. Im Garten steht ein sehenswerter Mammutbaum.
Wachthäuschen heute

Wachthäuschen


Baujahr: um 1800
Aus napoleonischer Zeit. Wurde 1922 abgebrochen, um Platz für das Kriegerdenkmal zu schaffen.

Schule


Baujahr: 1581
1861 abgebrochen und einstöckig mit zwei Schulsälen errichtet. 1922 Aufstockung in seine heutige Form.


Mehr zur heutigen Schule...
Ölmühle
Eichhaus heute

Eichhaus am Eichplatz


Baujahr: 1724
Diente bis in die Jahre 1950-1960 zum Eichen von Fässern, Hotten und Bottichen.
Vor 1890 baute die Gemeinde eine Fuhrwerkswaage.

Geburtshaus des Malers Johann Jacob Serr


Baujahr: 1611
Anfang des 19. Jahrhunderts abgebrochen,
in seiner heutigen Form wieder aufgebaut.
Damals Weinstube mit Hotel, betrieben von
Johann Nicolaus Serr, Bruder des bekannten
Malers.
Ölmühle

Durlacher Hof


Baujahr 1768
Erbauer: Georg Gabriel Hitschler.
Ehemaliges Gasthaus in Baden-Durlachischer
Zeit.
Seit 1978 im Besitz der Gemeinde.
Wird nach umfangreichem Umbau seit 1991
als Dorfgemeinschaftshaus, Pension,
Touristeninformation und Drechslerwerkstatt
genutzt.

Ehemaliger Rhodter Friedhof


Baujahr: 1581
Der Bau erfolgte zu der Zeit als Rhodt zu
Württemberg gehörte.
Daher spricht man vom Württembergischen
Friedhof.
Bis 1866 als Ruhestätte genutzt.
Ab 1888 für einige Jahre Sommerturnplatz
des Turnvereins.
Seit 1896 in Privatbesitz.
Ölmühle
Ehemaliges Leinweberhaus

Ehemaliges Leinweberhaus


Baujahr: 1350
Eigentümer: 1839 Johann Christoph Held,
Leinenweber.
Wurde 1926 abgebrochen.
Einst reizvollstes Fachwerkhaus des Ortes
mit reich verziertem Sandsteinbogen.

Haus mit Kanonenkugel Anno 1794


Baujahr:
Zwischen 1590 und 1599.
Wurde 1964 abgebrochen.
An der Außenwand im Obergeschoss ist eine
Kanonenkugel von 1794 zu sehen, die bei
Gefechten mit französischen Revolutionstruppen,
bei der Schlacht am Schänzel, hier
eingeschlagen ist.
Haus mit Kanonenkugel