Rhodter Besonderheiten

Die Theresienstraße

Blick auf die Theresienstraße

Blick auf die Theresienstraße

Romantik pur!

Erleben Sie hier eine wunderschöne Kastanienallee mit Kopfsteinpflaster und den Charme alter Häuser. Ein Hauptanziehungspunkt ist unsere Theresienstraße mit der über 150 Jahre alten Kastanienallee. Typisch für die Höfe der Vorderpfalz sind die alten Torbögen und die sogenannte „Haus-Hof-Bauweise“.

Nach dem Bezug der Villa Ludwigshöhe 1852 verbrachten König Ludwig I und seine Frau Therese dort jeden zweiten Sommer einige Wochen. Therese, eine Protestantin, fuhr zum Gottesdienst in die evangelische Kirche nach Rhodt unter Rietburg, wo sie einen Kindergarten (der heutige kommunale Kindergarten) stiftete.

Die heutige Theresienstraße, die die Königin zur Fahrt in die Kirche nutzte, wurde ihr zu Ehren mit Kastanienbäumen bepflanzt. So sollte sie im Schatten der Bäume, der wie ein lebendiger Triumphbogen erscheint, fahren können. Ihr Sessel mit dem silberbestickten gekrönten Initial „T“ in der Königinnenloge der barocken St. Georgskirche ist dort noch heute zu sehen.

Ältester Weinberg der Welt

Rebstock im Ältesten Weinberg

Rebstock im Ältesten Weinberg

Es handelt sich nicht nur um einen Rebstock, sondern um einen ganzen Weinberg. Dieser existierte laut mündlicher Überlieferung bereits vor dem 30-jährigen Krieg und somit seit fast 400 Jahren.

Alte „knorzige“ Traminer-Rebstöcke stehen immer noch in Ertrag. Am östlichen Ortsrand, Richtung Edesheim, gegenüber der Gebietswinzer-Genossenschaft Rietburg liegt er von Rosen umrankt. 2010 wurde dieser Weinberg vom Deutschen Weininstitut als einer der vier „Höhepunkte der Weinkultur“ der Pfalz ausgezeichnet.

Rhodter Piff

Gedenkstein "Rhodter Piff" in der Therseinstraße

Gedenkstein „Rhodter Piff“ in der Therseinstraße

Genießen Sie den Inhalt des „Rhodter Piff“ mit guten Freunden und denken an schöne Stunden in Rhodt unter Rietburg, dem Traminerdorf mit „Piff“.

Dieses besondere 1-Liter-Glas, die pfälzische Originalität, wurde im Jahr 1903 von Ferdinand Seitz, dem Wirt des Gasthauses „Zum Adler“, erfunden. Die Erfindung drückt die Verachtung des echten Pfälzers für jede unechte Vornehmheit aus. Das lässt den „Rhodter Piff“ auch heute noch aktuell wie eh und je erscheinen.

Der Geschichte der Erfindung muss man zwei Dinge vorausschicken, die vielleicht nicht jedem bekannt sind. Zum einen wird in der Pfalz von alters her ein Glas mit 1/8 Ltr. Inhalt als Piff bezeichnet und zum anderen war Ferdinand Seitz ein Original, der keine Gelegenheit ausließ, einen Schabernack zu treiben und die Leute zu „uzen“ (necken) … Und so geschah es … im Gasthaus „Zum Adler“, das wegen seiner guten Küche und seiner guten Weine berühmt war, verkehrten auch viele feine Damen aus Landau.
Sie konnten natürlich in aller Öffentlichkeit dem Wein nicht so zusprechen, wie sie es vielleicht zu Hause taten. Einen Schoppen konnten sie nicht bestellen, das hätte unmäßig ausgesehen; auch ein Viertel war nicht damenhaft. So bestellten sie einen Piff. Den allerdings bis zu acht mal hintereinander. Achtmal 1/8 sind ein Liter, rechnete Ferdinand Seitz und servierte den Damen bei nächster Gelegenheit ein Liter-Glas mit der Aufschrift „Rhodter Piff“! Den Protest der Damen wehrte er mit der gelassenen Bemerkung ab: „Egal, was ihr in Landau unter einem Piff versteht, bei uns in Rhodt ist das ein Piff.“
Seit dieser Zeit und somit seit über 100 Jahren gibt es nun im Traminerdorf den „Rhodter Piff“.

Den „Rhodter Piff“ (Glas mit entsprechender Urkunde) können Sie natürlich auch für zu Hause erwerben, entweder bei den noch in Rhodt lebenden Nachfahren des Erfinders (Weingut Seitz-Schreiner in der Weinstraße) oder auch im Gästebüro.

Südfrüchtegarten

Blick auf den Südfrüchtegarten

Rhodter Südfrüchtegarten

Unser seit 2003 bestehende Südfrüchtegarten ist öffentlich und jederzeit frei zugänglich. Ein Teil der Gewächse sind zur besseren Orientierung mit Namensschilder versehen.

Damit diese „Oase der Ruhe“ in Ortsmitte so schön bleibt, wie sie ist, wird der Garten von freiwilligen Helfern gepflegt und instand gehalten – dank vielen Anregungen und Ermutigungen von Werner Havekost (auch Vater des Südfrüchtegartens genannt).

Wer mit dabei sein möchte, beim fröhlichen Gartenpflegen (jeweils samstags ab 9 Uhr) ist jeder herzlich willkommen!